Ab in den Norden 2026

Woche 2        Woche 3        Woche 4    Woche 5

 

Nordkap 2023Hallo allen die uns auf den Reisen mit dem Wohnmobil in den Norden begleitet haben. Wir starten demnächst zum vierten mal in den Norden. Wir haben noch viel zu entdecken. Das spannende auf unseren Fahrten waren die vielen Eindrücke der Landschaft und die fremden Menschen die uns von Ihrem Leben und Ihrem Land erzählt haben. Es ist wohl eine kleine Sehnsucht die uns immer wieder dort hinführt.   

 

Dortmund-Travemünde-Helsinki-16-06-26

 

So, heute geht es los, das Wohnmobil steht vor der Tür und möchte geladen werden. Schon Wochen vor der Reise sammelt Christel alles, was so für die Reise benötigt wird. Lebensmittel, Putzzeug, Hocker, kleiner Tisch, Musikbox und noch eine Menge Kleinigkeiten – tausend Sachen halt. Der ganze Flur steht voll. Wie immer fragen wir uns, wohin mit dem ganzen Zeug. Sieht aus wie der komplette Hausstand. Dabei haben wir nicht vor, auszuwandern. Aber es sieht so aus. Schließlich gelingt es doch, das Zeug im Wohnmobil zu verstauen.

 

Die Fahrt nach Travemünde verlief ohne Probleme, bis ja, wie sollte es anders sein, ein kleiner Schaden in der Toilette/Duschkabine. Dort gibt es eine Tür, mit der man die Dusche von der Toilette während des Duschens trennen kann. Die Tür ist mit einem Kunststoffhaken gesichert. Aus unerklärlichen Gründen ist dieser Haken gebrochen. Der Haken hat, so wie es aussieht, die letzten 36.000 km überlebt. Bei uns gerade mal 400 km. Aber wir haben uns auf Grund unserer Erfahrungen der letzten Reisen vor der Abfahrt mit genügend Klebematerial eingedeckt.

 

Das Einfahren in den Bauch der Fähre ist immer eine spannende Sache. Der Weg zum Stellplatz auf der Fähre geht durch eine enge Gasse von LKWs, links und rechts nur einige Zentimeter Platz. Bis jetzt verläuft die Seefahrt gut, bis auf die Tatsache, dass das Ding schaukelt und ich alle drei Stunden eine Tablette gegen Reisekrankheit einwerfen muss. Echt schebbig so eine Fahrt auf dem Wasser für meinen Körper. Christel bekommt davon nichts mit außer einem seekranken Typen an ihrer Seite.

 

So, Helsinki pünktlich um 10:00 Uhr erreicht. Das ist sagenhaft, auf die Sekunde genau legt das Schiff an. Es ist so, als ob die Kapitäne untereinander einen Wettkampf ausführen, wer es genau auf die Sekunde schafft, den Motor zu stoppen.

 

 

Helsinki-Mittsommer-19-06-26

Heute wird in ganz Finnland, ich denke in ganz Skandinavien, Mittsommer gefeiert. Die meisten Geschäfte und Restaurants sind geschlossen oder schließen gegen Mittag. Ganz Finnland ist auf den Beinen. Es wird getanzt und gefeiert, als gäbe es kein Morgen mehr.

Denn die Sommersonnenwende – Juhannus – ist in Finnland so wichtig, weil sie den Sieg des Lichts über die Dunkelheit markiert. Nach einem extrem langen, dunklen Winter feiert das ganze Land endlich die Rückkehr der Sonne. Daraus ist ein Fest entstanden, das Natur, Gemeinschaft und alte Bräuche verbindet.

Übrigens, die alten Bräuche konnten wir uns auf der Insel Seurasaaren ansehen. Nach einem Tipp im Verkehrsbüro ist dort auf der Insel einiges von den alten Traditionen zu sehen. Also los, mit Metro und Bus haben wir mit den übrigen Menschenmengen die Insel erreicht. Einige Mädels waren mit einem Ring aus Blumen am Kopf geschmückt und trugen traditionelle Kleidung. Es gab reichlich zu Essen und einige alte Kunsthandwerke zu bestaunen. Auf einer großen Freilichtbühne wurden dann traditionelle Tänze zu Musik und Gesang aufgeführt. Christel hat sich wieder einmal mit etwas Schmuck eingedeckt. Ich ging leer aus.

Auf dem Heimweg haben wir uns noch einen kleinen Spaziergang durch Helsinki gegönnt. Es lohnt sich immer wieder, Helsinki zu erkunden. Da gibt es unzählige extravagante und besondere Gebäude. Die Kapelle der Stille ist außen kpl. mit Holz verkleidet, nicht ein Fenster ist zu sehen. Und dann sind da die Stahlbetonkuppeln mitten auf einem Platz mit einer riesigen Bühne, auf denen DJs Musik auflegen. Die fünf Stahlbetonkuppeln mit Oberlichtern bringen Licht ins Innere des „Amos Rex Museum“, das unter der Erde liegt, und sorgen überirdisch für eine markante Platzgestaltung.

Hier die Strecke

 

Helsinki-Tampere-20-21-06-26

Heute haben wir Helsinki verlassen, nix los. Alle Geschäfte und Restaurants geschlossen. Unser nächstes Ziel heißt Tampere. Soll schön sein hier. Wir werden berichten. Auf dem Weg hierhin gab es eine alte Steinkirche zu besichtigen Die Heilig-Kreuz-Kirche in Hattula ist bekannt für ihre zahlreichen Limettenbilder. Leider nicht für uns, geschlossen. Aber es gab einen kleinen Kiosk direkt an der Kirche. Ein Kaffee geht ja immer. Die nette Dame fragt, ob wir Fisch mögen. Sicher. Dann kam sie mit ein paar sehr kleinen Fischen wieder, die wohl gebraten waren. Na ja, die waren noch komplett incl. Kopf und Schwanzflosse. So essen? Ja. Wir wollten nicht unhöflich sein und haben es gewagt. Alle Achtung, die waren echt lecker. Es war eine „kleine Maräne“.

Gestern wurden wir auf dem Campingplatz mit Live-Musik unterhalten. Danach haben wir uns das Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste auf dem Laptop angesehen. Wir haben zwar eine Satellitenanlage auf dem Auto, aber ganz Finnland besteht ja bekanntermaßen aus Bäumen. Da ist es schwierig, den Satelliten zu empfangen.

Heute haben wir eine kleine Radtour durch Tampere unternommen. Leider feiern die hier immer noch Mittsommer. Alle Cafés zu, und die haben hier sehr viele schöne Cafés. Es ist echt nett hier. Überall Wasser und die Möglichkeit, am Wasser zu liegen. Das zieht sich durch die ganze Stadt.

Wir haben mit unseren Rädern den höchsten Schotterberg der Welt erklommen. Entstanden durch Gletscherrückzug in der Eiszeit . Er ragt bis zu 160 Meter über den Meeresspiegel bzw. 80 Meter über die umliegenden Seen. Auf dem Berg gibt es einen Aussichtsturm. Im Erdgeschoss des Turms befindet sich ein legendäres Café. Es ist für seine frittierten Krapfen berühmt ist, die oft als die besten des Landes bezeichnet werden.

Nach der ausgedehnten Tour ging es in die Sauna. Nicht so wie bei uns mit einem 5 Quadratmeter großen Handtuch, ein dünnes Stück Papier so groß wie eine Serviette, aber lange nicht so dick, reicht hier. Da die Saunen hier direkt am Wasser stehen, ist der Weg ins kühle Nass sehr kurz.

                                                                                                                                                                             

Woche 2