Sjøvegan-Harstad-12-13-07-26
Am Sonntag wollten wir einen ruhigen Tag einlegen. Aber nach der guten Nachricht von gestern, dass das Bein dranbleibt, habe ich die Laufschuhe ausgepackt. Nach 6 Kilometern ging es zum Frühstück. Was nun? Eine kleine Wanderung, ja, wieso nicht. Christel hat eine Strecke bei Komoot gefunden. Also los. Traue niemals dem Netz, wenn du den Verfasser der Nachricht nicht kennst. Derjenige, der die Strecke bei Komoot geladen hat, war wohl mit einer Machete ausgestattet. Wir besitzen nur ein kleines Schweizer Messer. Die ersten Meter waren auf der Landstraße zurückzulegen, dann aber ging es bergauf, bis nach ein paar Metern kein Pfad oder Ähnliches mehr zu sehen war. Wir haben uns durch meterhohes Gras und durch einen dicht bewachsenen Waldteppich gearbeitet. Bis nach ca. vier Kilometern eine wunderschöne Grillhütte erreicht war. Die Hütte ist auch über normale Wanderwege zu erreichen. Aber wir hatten ja Komoot. Dort haben wir unsere neue Mückenabwehr das erste Mal eingesetzt. Was soll ich sagen, nach ca. 10 Minuten Warmlaufzeit keine Fliegen und sonstiges flugfähiges Tierzeug mehr in unserer Nähe. Super Teil. Nach einer kurzen Pause ging es weiter durch das Gestrüpp. Bis auf einmal, da, da links schnell. Christel hatte einen Elch entdeckt. Er uns leider auch. Ein kurzer Blickkontakt von Auge zu Auge in einem Abstand von ca. 20 Metern und weg war er. So ein Elch hat schon eine beeindruckende Größe, aber zum Glück auch Angst vor Menschen. Eine unvergessliche Begegnung. Nach 11 Kilometern haben wir erschöpft unser Wohnmobil erreicht.
Harstad-Offersøy-14-07-26
Heute Morgen mussten wir erst einmal unseren Stellplatz in Harstad bezahlen, denn gestern ist es uns leider nicht gelungen, das Ganze online zu erledigen. In der Infostation der Stadt gab es Helly-Hansen-Artikel.
Der Name Helly Hansen ist kein Kunstwort, sondern geht direkt auf den Gründer zurück – den norwegischen Schiffskapitän Helly Juell Hansen. Er gründete das Unternehmen 1877 in Norwegen, um strapazierfähige und wasserfeste Arbeitskleidung für Seeleute zu entwickeln.
Nach einem Stopp in einem Haushaltswarengeschäft ging es mit einer Kaffeekanne French Press ins nächste Café. Dort haben wir uns für die Kaffeetafel am Nachmittag mit Kanelsnurr und einem frischen Brot eingedeckt. Wie wir später erfahren haben, eines der drei besten Cafés in Norwegen. Wurde wohl schon mehrfach ausgezeichnet.
Die Fahrt zu unserem Ziel in Offersøy verlief vorwiegend im Regen bei 12 Grad. Aber ein Highlight gab es doch. Am Wegesrand stand eine Elchdame mit ihrem Nachwuchs. Der Ort Offersøy liegt in einer Sackgasse, die nach 35 Kilometern endet. Wir sind überrascht, das hätten wir hier am Ende der Welt nicht erwartet. Ein Vier-Sterne-Hotel. Wir schlafen aber schön in unserem Haus auf vier Rädern hier auf dem Campingplatz. Haben aber die Annehmlichkeiten der Sanitärräume sowie ein nettes Restaurant.

Offersøy-Kabelvåg-Fredvang-15-16-07-26
Der Start heute Morgen in Offersøy ging ziemlich feucht los. Regen, kalt und nur 11 Grad zeigte das Thermometer. Bis nach Kabelvåg hat er uns begleitet. Die Laufschuhe mussten trotzdem sein. Zur Belohnung gab es auf dem Campingplatz in Kabelvåg bei einem netten älteren Herrn in einem Zelt ein Walsteak vom Grill. Echt lecker. Wir würden gerne bezahlen: „Bei mir nicht, gehen Sie an die Rezeption und zahlen Sie dort.“ Auf Treu und Glauben funktioniert hier das Zusammenleben. Wir hätten auch verschwinden können.
Am Donnerstag ging es genauso feucht weiter wie am Mittwoch. Die Lofoten zeigten sich nicht von ihrer besten Seite. Noch kurz einen Besuch in der Vågan-Kirche. Wir waren schon mal hier, aber ein kurzer Stopp lohnt immer.
Die Vågan-Kirche, auch Lofotenkathedrale genannt, steht in Kabelvåg auf den Lofoten in Norwegen. Sie wurde 1898 im neugotischen Stil erbaut und bietet Platz für rund 1.200 Besucher, wodurch sie die größte Holzkirche Nordnorwegens ist. Ihren Spitznamen erhielt sie wegen ihrer beeindruckenden Größe. Die Kirche spielte eine wichtige Rolle für die Fischer der Lofoten, die hier vor der jährlichen Fischfangsaison Gottesdienste besuchten. Im Inneren befinden sich historische Kunstwerke und eine Bibel aus dem Jahr 1589.
Ein Besuch auf dem schönsten Fußballplatz der Welt in Henningsvær musste dann auch noch sein. Auch hier waren wir schon einmal. Der Platz liegt am Ende der Insel, umgeben von zahlreichen Inseln. Auch die Cafés auf der Insel sind eine Reise wert. Am Nachmittag verließ uns der Regen und der Himmel lichtete sich. Die Sonne zeigte sich noch, bevor wir unser heutiges Ziel erreicht haben – den Campingplatz in Fredvang. Kurz vorher haben wir uns noch die Surfer angesehen, die versucht haben, die perfekte Welle zu erwischen.
Fredvang-Bodø-17-07-26
Heute nur Fähre gefahren.Deshalb nur ein paar Fotos.





























