2026 Norwegen Woche 3

Sodankylä-Saariselka-Lakselv-29-30-06-26

Im Moment gibt es nicht viel zu berichten. Am Wohnmobil sind keine Schäden entstanden. Auf der Fahrt nach Saariselka haben wir ein altes Golddorf besucht. Hier wurde vor langer Zeit mit den primitivsten Mitteln Gold abgebaut. Im Museum wurde gezeigt, wo überall auf der Welt Gold abgebaut wird. Es gibt Meisterschaften rund um den Globus, in denen, wie zu alten Zeiten, mit dem Teller Gold gewaschen wird. Die Nacht haben wir auf einem Parkplatz auf dem Hausberg (Kaunispää) hoch über der Stadt Saariselka geschlafen. Wir wurden bei der Ankunft mit einem traumhaften Wetter und super Blick empfangen. Das hat sich in der Nacht allerdings geändert und wir wurden vom strömenden Regen geweckt. Der hat uns den ganzen Tag mit einigen Aussetzern begleitet. Hier in Lakselv, ca. 200 Kilometer vor dem Nordkapp (unserem nächsten Ziel) scheint die Sonne wieder in voller Pracht. Eine Einladung, die Laufschuhe anzuziehen.

Hier die Strecke von Sodankylä nach Saariselka     

Hier die Strecke von Saariselka nach Lakselv              

Lakselv-Skarsvåg-01-02-07-26

Mit einer Bevölkerung von nur etwa 60 Einwohnern gilt Skarsvåg als die nördlichste Fischersiedlung der Welt und ist nur 14 Kilometer vom Nordkap entfernt.

Bei der Ankunft hat es ordentlich gestürmt und geregnet. Die Nacht haben wir quasi im Sturm verbracht. Heute Morgen ging das Spiel dann weiter. Schebbig Wetter, Regenhose und Regenjacke und dann raus. Ein kleiner Spaziergang geht ja immer. Unser Ziel für heute war das Nordkap. Allerdings nicht mit dem Wohnmobil, sondern mit dem Fahrrad. Bei dem Sauwetter keine gute Idee. Genug Zeit, um nach Daniel Hus zu gehen. Ein Restaurant, das man hier in dem Dorf nicht vermutet. Wir kennen es aus dem letzten Jahr, da haben wir zu Abend gegessen. Ein unvergessliches Erlebnis. Die beiden Betreiber Espen und Lill-Katrin Sanna haben sich entschlossen, kein Abendessen mehr anzubieten, nur noch mittags von 11:00 bis 16:00 Uhr. Wir wurden freundlich empfangen und haben fürstlich zu Mittag gegessen. Ab jetzt heißt es warten – warten auf besseres Wetter für die geplante Radtour. Um 17:30 Uhr schien der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein. Also alles, was warmhält am Körper, und los. Es waren 10 Grad und keine Sonne zu sehen. Es gab lange sehr steile Passagen auf dem Weg zum Nordkap und Wind aus allen Richtungen. Christel hat das Ganze gut überstanden, ich habe gefroren wie ein Schneider. War wohl doch nicht die richtige Kleidung. Nach 16 Kilometern war das Nordkap erreicht. Ins Gebäude, in dem sich das Café befindet, kommt man leider nur mit einer Eintrittskarte. Die kostet 350 NOK. Das ist uns die Sache nicht wert. Ein Nuts musste als Stärkung reichen, bevor es wieder zurückging. Auf dem Rückweg riss der Himmel auf und die Mitternachtssonne zeigte sich, um die Landschaft in ein traumhaftes Licht zu legen. Es hat sich gelohnt, hier mit dem Rad hinzufahren.

Hier geht es zum nördlichen Fischerdorf der Welt

 

Skarsvåg-Repvåg-03-07-26

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Nachdem wir gestern unsere Akkus an den Rädern auf 32 Kilometer und 760 Höhenmeter bis auf einen kleinen Rest leergefahren haben, haben wir es heute ruhiger angehen lassen. Wir haben in dem Dorf Gjesvær eine Bird-Safari mit dem Boot unternommen. Die Natur hier ist wirklich ein Traum. Kein Wunder, dass in den skandinavischen Ländern die Menschen zufriedener sind. Auch wir genießen die Natur und die Landschaft in vollen Zügen. Es war nicht einfach, auf dem wackeligen Boot ein paar brauchbare Fotos zu schießen. Deshalb sorry für die Qualität. 

Repvåg-Hammerfest-04-07-26

Heute hat es uns nach Hammerfest verschlagen. Auf dem Weg dorthin haben wir einen Stopp an einem kleinen Trollfest gemacht. Christel hat sich mit den landestypischen selbstgemachten Leckereien eingedeckt. Eine stramme Wanderung durch Hammerfest führte uns zu einem Endpunkt des Struve-Bogens. Diese fast 3000 Kilometer lange Linie von Vermessungspunkten wurde zwischen 1816 und 1852 festgelegt und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auch wenn Hammerfest nicht die nördlichste Stadt Europas ist, kann es doch mit einigen Besonderheiten aufwarten. Als älteste Stadt Nordnorwegens hat es bereits 1789 das Stadtrecht erhalten. Außerdem wurde es 1891 als erste Stadt in Europa mit elektrischem Licht ausgestattet. Seitdem lässt sich die Polarnacht, die hier vom 22. November bis zum 21. Januar dauert, besser ertragen. Ihren Aufschwung verdankte die Stadt dem geschützten und ganzjährig eisfreien Naturhafen auf der Westseite der Insel Kvaloy. Insbesondere Robben- und Walfänger nutzten Hammerfest als Lösch- und Ladehafen. Auch heute noch basiert die Wirtschaft der Stadt hauptsächlich auf dem Fischfang und der Fischverarbeitung, wenngleich der Tourismus ständig wachsende Bedeutung erlangt. Hammerfest ist seit Beginn der Hurtigruten ein Hafen der Schifffahrtslinie, und auch Kreuzfahrtschiffe legen regelmäßig hier an. Architektonisch bietet die Stadt, die Ende des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Besatzern fast völlig zerstört wurde, wenig. Bemerkenswert ist lediglich die 1961 geweihte Hammerfest-Kirche mit dem wunderschönen bunten Glasmosaik.

Hier die Strecke

 

Hammerfest-Alta-05-07-26

Heute gibt es keinen Text. Oben sind ein paar Fotos aus Hammerfest dazu gekommen.

Hier die Strecke

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